Pressemitteilungen Aktuell
Aktuelle Pressemitteilungen
11.12.2008
VENRO verabschiedet Verhaltenskodex
Renate Bähr neues VorstandsmitgliedBonn, 11. Dezember 2008 – Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) hat auf seiner Mitgliederversammlung am 10.Dezember den Verhaltenskodex zu Transparenz, Organisationsführung und Kontrolle verabschiedet.
Der Kodex gibt verbindliche Richtlinien für die Arbeit von Nichtregierungs-organisationen vor. Er enthält Prinzipien der Organisationsführung, der Kommunikation, der Betriebsführung und der Wirkungsbeobachtung. Zudem formuliert er Standards für die Umsetzung. Hierzu gehört etwa die Verpflichtung der VENRO-Mitglieder den Jahresbericht zu veröffentlichen und Werbe-und Verwaltungsaufgaben getrennt darzustellen.
„Wir werten die Verabschiedung des Verhaltenskodexes als einen großen Erfolg, hinter dem ein breiter und partizipativer Prozess steckt. Der Verband geht aus diesem Prozess gestärkt hervor. Zudem zeigen wir der Öffentlichkeit, dass wir das Thema Transparenz sehr ernst nehmen und deshalb unsere Arbeit immer wieder auf den Prüfstand stellen “, so VENRO-Vorstandsvorsitzende Claudia Warning.
Komplette Pressemitteilung lesen09.12.2008
Demokratieerziehung an deutschen Schulen
Kultusministerkonferenz und VENRO für Kultur der MenschenrechteBonn, 9. Dezember 2008 - Anlässlich des 60. Jahrestages der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte haben die Kultusministerkonferenz (KMK) und der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) auf die Bedeutung hingewiesen, die die Menschenrechtserziehung an deutschen Schulen hat. Die Vermittlung von Grundwerten bilde ein wichtiges Unterrichtsziel.
„Auch wenn wir nun seit fast 60 Jahren eine freiheitlich demokratische Grund-ordnung und einen allgemeinen Konsens über ihre Prinzipien haben, müssen Freiheit, Demokratie und Menschenrechte dauerhaft verteidigt, geschützt und gepflegt werden – bei uns und weltweit. Besonderer Dank gilt insbesondere den Lehrerinnen und Lehrern, die in ihrer täglichen Arbeit mit jungen Menschen einen wesentlichen Beitrag für eine ‚Kultur der Menschenrechte‘ leisten“, erklärte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Annegret Kramp-Karrenbauer.
Am 10. Dezember vor 60 Jahren verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die „Allgemeine Erklärung der Menschenrechte als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten und sich bemühen, durch Unterricht und Erziehung die Achtung vor diesen Rechten und Freiheiten zu fördern (…)“.
Komplette Pressemitteilung lesen02.12.2008
Konsens von Doha
Mehr Entwicklungshilfe trotz FinanzkriseBonn, 2. Dezember 2008 – Trotz der schwersten Finanzkrise seit den 30er Jahren haben sich die Industrieländer darauf geeinigt, ihre Entwicklungshilfe weiter zu steigern. Dies ist das Ergebnis der zweiten UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung, die heute in Doha zu Ende geht.
„Die ärmsten Länder brauchen zusätzliche Mittel, um die Krise abzufedern. Doha sendet das positive Signal, dass sie nicht im Stich gelassen werden“, so Christa Randzio-Plath, stellvertretende Vorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). Allerdings würden weitere Initiativen und Finanzierungsinstrumente gebraucht, um die Finanzierung von Entwicklung abzusichern.
Das Abschlussdokument der Doha-Konferenz verweist als positives Beispiel auf den Stufenplan der Europäischen Union, der die Mitgliedsstaaten kollektiv verpflichtet, den Anteil der Entwicklungshilfe am Bruttonationaleinkommen bis 2010 auf 0,56 Prozent und bis 2015 auf 0,7 Prozent zu steigern. Die anderen entwickelten Länder werden im Konsens von Doha aufgefordert, zusätzliche konkrete Schritte zur Erreichung des 0,7 Prozent-Ziels einzuleiten.
Komplette Pressemitteilung lesen01.12.2008
Doha: Aus für Steuerflucht
VENRO begrüßt Initiative der BundesregierungBonn, 1. Dezember 2008 – Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) hat die Initiative der Bundesregierung begrüßt, die Themen Steuerflucht und Steuervermeidung in das Abschlussdokument der UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Doha aufzunehmen. Das UN-Expertenkomitee zur internationalen Zusammenarbeit muss in Steuerfragen institutionell aufgewertet werden und ein starkes Mandat erhalten, so der Verband.
Steuerflucht und Steuervermeidung kosten die Entwicklungsländer jedes Jahr rund 500 Milliarden US-Dollar. „Gleichzeitig müssen die Entwicklungsländer aber auch dabei unterstützt werden, ihre Steuersysteme zu modernisieren und auszubauen und nach dem Prinzip der Besteuerung nach wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit zu gestalten. So kann Armutsbekämpfung auch durch die Entwicklungsländer selbst finanziert werden“, so Christa Randzio-Plath, stellvertretende VENRO-Vorsitzende, die als Vertreterin der Zivilgesellschaft an der Konferenz in Doha teilnimmt.
Zudem müssten im Rahmen der Vereinten Nationen weitergehende internationale Kooperationen zur steuerlichen Koordinierung, zur Eindämmung des unfairen Steuerwettbewerbs und zum Eintrocknen von Steueroasen umgesetzt werden – so wie es die Bundesregierung im „ International Tax Compact“ fordert.
Komplette Pressemitteilung lesen28.11.2008
Finanzkrise: Weltkonferenz 2009 gefordert
NRO für Reform des globalen WirtschaftssystemsBonn, 28. November 2008 – Hunderte zivilgesellschaftlicher Organisationen aus aller Welt haben im Vorfeld der UN-Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung in Doha vom 29. November bis 2. Dezember eine umfassende Reform des globalen Finanz-und Handelssystem gefordert. Hierzu soll im nächsten Jahr von den Vereinten Nationen eine internationale Konferenz einberufen werden. An den Verhandlungstischen sollen vor allem Vertreter von Entwicklungsländern sitzen.
„Die Entwicklungsländer dürfen nicht länger ignoriert werden. Denn sie sind es, die massiv an den Folgen der Finanzkrise leiden, obwohl sie diese nicht zu verantworten haben. Deshalb ist es unabdingbar, dass die Vereinten Nationen 2009 eine entsprechende Konferenz ausrichten“, so die stellvertretende VENRO-Vorsitzende Christa Randzio-Plath aus Doha.
In der Hauptstadt des arabischen Emirats Katar fand vom 26. bis 27. November ein zivilgesellschaftliches Forum statt. Mehr als 400 Vertreterinnen und Vertreter von Nichtregierungsorganisationen (NRO) haben dort gemeinsam Forderungen aufgestellt, die in die Debatten der Konferenz zur Entwicklungsfinanzierung am Wochenende einfließen sollen.
Das zivilgesellschaftliche Forum fordert auch, dass die Entwicklungshilfe wie zugesagt bis 2010 auf 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts ansteigt. „Die heute vom Deutschen Bundestag beschlossene Erhöhung des Entwicklungsetats 2009 um rund 13 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung, aber bei weitem nicht ausreichend, um die international vereinbarten Ziele zu erreichen“, so der Verband.
Komplette Pressemitteilung lesen14.11.2008
Weltfinanzgipfel: G-20 nicht ausreichend
VENRO fordert stärkere Beteiligung armer LänderBonn, 14. November 2008 – Obwohl die armen Länder eindeutig zu den Verlierern der globalen Finanzkrise gehören, findet ihre Stimme bei internationalen Verhandlungen kaum Gehör, kritisiert der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) anlässlich des Weltfinanzgipfels in Washington am 15. November.
„Arme Länder sind jetzt stark von einer Krise betroffen, die durch Fehler in reichen Ländern verursacht wurden. Einigen Entwicklungsländern drohen neue Schuldenkrisen und Rückschritte bei der Armutsbekämpfung. Sie müssen an der Lösungssuche beteiligt werden, wenn wir eine globale Antwort auf die Finanzkrise finden wollen. Das geeignete Forum dafür sind die Vereinten Nationen“, so die VENRO-Vorstandsvorsitzende Claudia Warning.
„Beim G20-Gipfel müssen die Industrieländer zumindest dafür sorgen, dass Management-Fehler vergangener Finanzkrisen sich nicht wiederholen“, betont Warning. So hatten die vom Internationalen Währungsfonds (IWF) im Rahmen von Rettungspaketen diktierten Strukturanpassungsmaßnahmen verheerende Folgen für arme Menschen in Entwicklungsländern, da der IWF auf die Kürzung von Sozialausgaben und öffentlichen Investitionen bestand.
Komplette Pressemitteilung lesen20.10.2008
„Frische Ideen“ gefragt
Start des Wettbewerbs „Bildung für Nachhaltigkeit“Bonn, den 20. Oktober – „Bildung für Nachhaltigkeit“, so heißt der bundesweite Ideenwettbewerb, den der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft der Eine-Welt-Landesnetzwerke in Deutschland (agl) ausrichtet. Gesucht werden innovative und modellhafte Bildungsprojekte, die die Themen Umwelt und Entwicklung konzeptionell miteinander verschmelzen. Zehn Projekte werden im Wettbewerb ausgewählt und erhalten finanzielle Unterstützung von bis zu 10.000 Euro durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU).
„Wir wollen Umwelt und Entwicklung in der Bildungsarbeit stärker verbinden. Deshalb rufen wir dazu auf, sich mit innovativen Ideen für Bildungsprojekte am Wettbewerb zu beteiligen, “ sagt Petra Leber von der agl-Geschäftsstelle. Besonders kleine Initiativen und Träger von Bildungsprojekten sollen sich angesprochen fühlen: „Gefragt sind keine großen Apparate, sondern frische Ideen für die Praxis der Bildungsarbeit!“
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Armutsbekämpfung bringt Wählerstimmen
VENRO präsentiert Ergebnisse von MeinungsumfrageBerlin, 16. Oktober 2008 – Entwicklungspolitik und Armutsbekämpfung stehen bei der Mehrheit der deutschen Bevölkerung überraschend hoch im Kurs. Bei der Bundestagswahl 2009 wollen sich offenbar viele Wähler für eine Partei mit entwicklungspolitischem Profil entscheiden: Drei von vier Wählern ist dies wichtig. Dies ist das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage, die Infratest im Auftrag des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) – im Rahmen der Aktion „Deine Stimme gegen Armut“ - anlässlich des Internationalen Tages der Armutsbekämpfung am 17. Oktober durchgeführt hat.
„Die Umfrage zeigt deutlich, wie wichtig entwicklungspolitische Themen für die meisten Bundesbürger sind. Rund drei Viertel der Befragten erwarten etwa von der Bundesregierung, dass sie ihre Zusage einhält, die Ausgaben für Entwicklungshilfe bis zum Jahr 2010 auf 0,51 Prozent zu erhöhen“, erklärt VENRO-Vorstandsvorsitzende Claudia Warning. „Parteien sind also gut beraten, wenn sie diesem Fakt Rechnung tragen.“ Mehr als zwei Drittel der Umfrage-Teilnehmer würden eine Partei wählen, die sich für Armutsbekämpfung, einsetzt, um damit einen Beitrag zur Lösung globaler Probleme zu leisten. Dies gilt vor allem für junge Wähler.
Komplette Pressemitteilung lesen6.10.2008
Afghanistan: Mehr Entwicklungshilfe statt noch mehr Soldaten Hilfsorganisationen fordern erneut Kurswechsel von der Bundesregierung
Bonn, 6. Oktober 2008 – In Afghanistan tätige deutsche Hilfsorganisationen haben die Afghanistan-Politik der Bundesregierung kritisiert. Vor der am 7. Oktober beginnenden Debatte im Deutschen Bundestag über die Verlängerung des Bundeswehrmandats in Afghanistan wiederholten die Hilfsorganisationen in einem Positionspapier ihre Forderung nach einem deutlichen Strategiewechsel. „Die zivile Aufbauhilfe muss deutlich erhöht und verbessert werden und sich stärker an den Bedürfnissen der afghanischen Bevölkerung orientieren statt an politischen oder Sicherheitsinteressen der Geberländer“, sagte Jürgen Lieser, Stellvertretender Vorstandsvorsitzender.
Komplette Pressemitteilung lesen18.09.2008
„Armut kann einpacken“
Wieczorek-Zeul erhält Koffer für UN-MDG-Gipfel –
MDG-Schattenbericht fordert verstärktes EngagementBerlin, 18. September 2008 – „Armut kann einpacken“ so die Aufschrift eines Koffers, den Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul vor ihrem Abflug zum UN-Gipfel zu den Millenniumsentwicklungszielen (MDG) am 25. September in New York erhalten hat. Ein Aktionsbündnis entwicklungspolitischer Kampagnen will mit der Kofferübergabe vor einer Flughafenkulisse „einen letzten Aufruf zur Rettung der MDG“ starten. Der Koffer enthält Gegenstände, die symbolisch für die acht MDG stehen. Auf einer Schiefertafel etwa prangt in großen Lettern „Bildung für alle“.
„Wenn das Jahr 2008 wirklich wie UN-Generalsekretär Ban Ki-moon versprochen hat, ein Wendepunkt für die Realisierung der MDG bedeuten soll, dann muss die UN-Konferenz im September ihre Defizite klar benennen und konkrete Verbesserungsvorschläge erarbeiten - sonst verkommt der Gipfel zu einer Farce“, so VENRO-Vorstandsmitglied Jürgen Hammelehle.
Nachdruck verleiht diesen Forderungen ein MDG-Schattenbericht, der von dem Aktionsbündis „Armut kann einpacken“ erstellt wurde. In dem Bericht wird das deutsche Engagement zur Umsetzung der Entwicklungsziele analysiert. Demnach gibt Deutschland wieder mehr Geld für die Armutsbekämpfung aus und hat auch einigen Entwicklungsländern die Schulden erlassen. Trotzdem ist dies nicht ausreichend: Bei vielen Zielen, wie der Förderung von Gesundheit und Bildung, dem Klimaschutz oder der Stärkung der Rolle der Frau, hinkt Deutschland den Anforderungen hinterher. Der Schattenbericht gibt konkrete Handlungsempfehlungen, was Deutschland tun muss, um seiner Rolle als Wirtschaftsnation gerecht zu werden.
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