Migration
Die Zusammenhänge von Migration und Entwicklung werden in den politischen Debatten immer stärker thematisiert. Besonders seit dem bekannt wurde, dass die Rücküberweisungen von Migrantinnen und Migranten in ihre Herkunftsländer die öffentlichen Entwicklungsgelder bei weitem übersteigen. Seit dem Ansturm afrikanischer Flüchtlinge auf die EU-Exklaven Ceuta und Meilla ist auch das öffentliche Bewusstsein für dieses Problem gestiegen.
Gerade für die europäische Entwicklungspolitik gewinnt das Thema immer mehr an Bedeutung. Migration war daher auch ein Schwerpunkt des EU-Afrika-Gipfels im Dezember 2007 in Lissabon. Auch Frankreich hat das Thema Einwanderung zu einer seiner Prioritäten während der französischen EU-Präsidentschaft im Juli 2008 gemacht. Im Oktober 2008 wird in Paris die zweite interministerielle euro-afrikanische Konferenz zu Migration und Entwicklung stattfinden.
Euro-Afrikanische Konferenz in Paris
VENRO erarbeitet zurzeit ein Positionspapier, das im Vorfeld der Konferenz eine gemeinsame NRO-Stellungnahme leisten soll. Kritisiert wird vor allem, der von sicherheitspolitischen Prinzipien bestimmte Charakter der Diskussionen zwischen den EU-Staaten. Die Frage von Migration und Entwicklung sollte unter dem Blickwinkel gegenseitiger Interessen diskutiert werden. Die Interessen der Herkunftsländer, der Transitländer, der Aufnahmeländer und vor allem der Migrantinnen und Migranten sollte stärker einfließen.
Weitere Informationen:
Projekt des Netzwerkes Migration in Europa
Fakten und Analysen
Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

