Freiwilligendienste
Freiwilligendienste stärken Entwicklungspolitik
NRO-Forderung an Schwarz-Gelb
Bonn, 28.10.2009 – „Weltwärts“ leistet einen wichtigen Beitrag in der deutschen Entwicklungspolitik. Deshalb muss das Freiwilligenprogramm auch unter der neuen schwarz-gelben Regierung weiterhin gefördert werden. Zu diesem Ergebnis kamen zivilgesellschaftliche Vertreterinnen und Vertreter aus den Ländern des Nordens und des Südens zum Abschluss eines Bonner-Symposiums zum Globalen Lernen.
„Dass laut Koalitionsvertrag von Schwarz-Gelb alle Freiwilligenprogramme einen einheitlichen Status bekommen sollen, ist für uns unverständlich. Weltwärts leistet ganz klar einen entwicklungspolitischen Beitrag, der nur unter besonderen Bedingungen erfüllt werden kann. Dies muss auch die neue Regierung anerkennen“, sagt Hildegard Peters, Vorstandsmitglied des Verbandes Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO). „Es muss daher gemeinsames Ziel von Zivilgesellschaft und Staat bleiben, das Programm zu fördern und weiterzuentwickeln.“
Um Eigenverantwortung und Partnerschaft im Süden zu stärken, sei es außerdem notwendig, dass junge Erwachsene aus Entwicklungsländern nach Deutschland kommen. „Das Programm darf keine Einbahnstraße sein. Freiwillige aus Entwicklungsländern müssen genauso die Chance bekommen, einen Dienst im Ausland zu absolvieren wie die jungen Deutschen“, betont Peters.
Ziel sei es, den Herausforderungen der Globalisierung gemeinsam und partnerschaftlich zu begegnen. Dies gelte sowohl für Deutschland als auch für die Entwicklungsländer.
Vom 26. bis zum 28. Oktober fand in Bonn das Internationale Symposium „Global Learning, weltwärts and beyond II.“ statt. Im März 2009 veranstaltete VENRO den ersten Kongress zum Globalen Lernen, auf dem die NRO-Erklärung zur Bildung für nachhaltige Entwicklung verabschiedet wurde.

