Situation in Darfur alarmierend

Situation in Darfur alarmierend
NRO fordern mehr politischen Druck  

Berlin/Bonn, 16. September 2008 – Der Verband Entwicklungspolitik deutscher Nichtregierungsorganisationen (VENRO) und das Forum Menschenrechte haben vor dem Hintergrund der dramatischen humanitären Situation in der sudanesischen Krisenregion Darfur die Bundesregierung aufgefordert, Initiativen zu ergreifen, um den Gewaltkonflikt zu beenden und einen Waffenstillstand herbeizuführen. Am 17. September wird im Bundestag über die Verlängerung des Bundeswehrmandats im Rahmen der UN-Friedensmission UNAMID im Sudan abgestimmt.

„Die fortdauernden schweren Kämpfe zwischen Regierungstruppen und Rebellen in Darfur haben massive Menschenrechtsverletzungen zur Folge und behindern die Arbeit der Hilfsorganisationen. Deutschland und die internationale Gemeinschaft müssen endlich den Druck auf alle Konfliktparteien erhöhen, damit eine politische Lösung des Konflikts möglich wird“, so VENRO-Vorstandsvorsitzende Claudia Warning.

Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) sind mehr als 4,5 Millionen Menschen in Darfur von internationalen Hilfsmaßnahmen abhängig. Die Zahl der intern Vertriebenen ist auf rund 2,5 Millionen Menschen gestiegen.

„Es ist ein Skandal, dass das Sterben in Darfur weitergeht und Millionen Menschen auf Hilfslieferungen angewiesen sind. Der Schutz der Zivilbevölkerung muss Priorität haben“, sagte Marianne Heuwagen vom Koordinierungskreis des Forums Menschenrechte.

Seit dem Ausbruch des Konfliktes im Frühjahr 2003 ist die Zivilbevölkerung in Darfur systematischer Verfolgung, Vertreibung, Ermordungen und sexueller Gewalt ausgesetzt. Das im Jahr 2006 unterzeichnete Darfur-Friedensabkommen (DPA) ist gescheitert und politische Lösungen sind nicht in Sicht.        

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Kirsten Prestin

Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

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